Wie schnell sind wir eigentlich?

Das ist einfach, denn die dafür notwendige Rechnerei hat im Regelfall einfache Werte. Wir benötigen zunächst ein etwa 10m langes Boot (entspricht 32 Füßen); auf längeren Schiffen richten wir eine 10m-Messstrecke ein, bei 39 Fuß = 12m beginnt unsere Messung also etwa 2m hinter der Bugspitze. Dort werfen wir ein Brotkrümchen ins Wasser und messen die Zeit, die es bis zum Schiffsende "vorbeischwimmt".

Jetzt hilft der einfache Dreisatz weiter:

10m =   ? m
3sec = 60sec*60min

10*3600 = ? m
  3sec

Wenn das Brotkrümchen 10m in 3 Sekunden "schwimmen kann",
wie viele Meter würde es in einer Stunde treiben?

Das ist einfach: 36.000m/3sec ergibt 12.000m, also 12km/h
 und das sind geteilt durch knapp 2 etwas mehr als 6 Knoten.

Das funktioniert auch prima bei 4 Sekunden:
36km/4sec=9km/h
 geteilt durch knapp 2 ergibt knapp 5 Knoten.

Bei wenig Wind versuchen wir es statt mit Brotkrumen mit etwas Spucke:
36km/5sec=7,2km/h
 und das wieder durch knapp 2 geteilt ergibt fast 4 Knoten.

Unsere Spucke braucht 6 Sekunden:
36/6=6km/h, also gut 3 Knoten.

Und ein letzter Spuckversuch bei 7 Sekunden:
36 geteilt durch 7 sind etwas mehr als 5km/h,
 also etwas weniger als 3 Knoten.

Ganz einfach, oder?

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arne@goerndt.de