zweiter Crewwechsel

Kaum sind sie abgedampft meldet sich Silke, sie sind unterwegs, ich warte an der Ecke, sie fahren vorbei; müssen sie halt im ströhmenden Regen zurück laufen. Jetzt giessts aber echt heftig, man kann nicht mehr bis zur Baotic-Marina gucken. Das Regentief, das letzte Woche die südfranzösische Küste ertränkt hat, zieht etwas südlich von uns vorbei und befüllt nun die Adria. Der Wasserstand steigt bis zur Landkante, das Boot schaukelt, Anke und Sonja gucken nicht glücklich, die sind offenbar etwas seekrank, und das im Hafen! Ich stelle eine Musikliste unter dem Stichwort "Regen" zusammen: raindrops keep fallin' on my head...

In einer Regenpause laufen wir rüber zum Konzum, kaufen ein, keine gute Idee: den Rückweg könnte man auch schwimmen, so giesst es. Da die Stadt keine Regenentwässerung hat fließt das Wasser bachartig durch die Gassen, wir sind bis auf die Unterhose nass. Unsere Begeisterung fürs Essengehen geht gegen Null. Eigentlich wollte ich Katja vom Flughafen abholen, mit Linienbus, aber das lass ich besser, stattdessen soll Miro sie herbringen, Katja ist schon in der Luft als er bestätigt, mal sehen ob das klappt...

50 shades of grey

Breiten wir über diesen Tag doch einfach den Mantel des Schweigens. Niemand wird sich an diesen Tag erinnern wollen. Hat er überhaupt stattgefunden? Im Trockenen, das sei zu einer Ehrenrettung erwähnt, haben wir abgelegt, an Wäsche trocknen aber ist nicht zu denken. Und da es eh morgen sonnig werden soll verschiebe ich den Waschtag auf die nächste Marina, müssen die Mädels mich olfaktorisch halt noch einwenig ertragen. Unter Deck spannen wir drei Leinen, alles was feucht ist findet hier seinen Platz, am Ende des Tages sind die Stücke: immer noch feucht...

Dann sind wir die Nordseite von Solta entlang gedümpelt. Ziel war eigentlich die ACI-Marina auf Sveti Klementi, gleich bei Marco gegenüber, um dann am Montag von dort Richtung Vis zu treiben. Montag und Dienstag solls noch schön werden, ab Mittwoch ruppig. Ich traue aber allen Wettervorhersagen nicht mehr, schon gar nicht denen, die mehr als 3 Tage voraussagen. Rabea hat dem Skipper für die beiden Wochen nur eine einzige Aufgabe gestellt: Die Grotte in blau. Da wollen wir also hin.

Gegen späten Nachmittag schläft der sowieswo schon laue Wind ein, es zieht ein ekeliger Regennebel von irgendwoher heran, man sieht buchstäblich, wie die Lust aller Beteiligten deutlich unter die Null-Linie sinkt. Eingemummelt in ihre Regenklamotten stehen und sitzen sie herum wie die Standbilder im Kolosseum, Ölgötzen, Katja verschläft den Tag sinnigerweise. Noch 12sm bis zum Ziel. Wir könnten irgendwo auf dieser Welt sein, manchmal sieht man gar kein Land, manchmal irgendwelche Schatten. 50 Shades eben. Etwas östlich von Stomorska versuche ich Guido zu erreichen, auf 69 gehts nicht, ist der denn schon so weit voraus? UKW funktioniert nur soweit sich die am Mast installierten Antennen "sehen können". Ich rufe ihn an. Ui, er ist schon jenseits von Solta und da steht 22kn Wind (obere 5Bft), 3m Welle, plötzlich und unerwartet.

Nein, das wollen wir auf keinen Fall, das ist grau, nass, windig, ekelig und dauert vor allem noch gute 2h lang, bäääh. Lieber Guido, den Wind überlassen wir Dir gerne. Ein Blick in die Runde, dann Plan B: Motor an, Segel runter, wir gehen nach Milna auf Brac, zweieinhalb Seemeilen, eine halbe Stunde. Offenbar hat jede Insel ein Milna, ich kenne mittlerweile drei. Da gibts auch ne ACI-Marina und vor allem eine Waschmaschine. Also auf nach Brac!

Einlaufend rechts eine Bucht, in der ein paar Ankerlieger rasten, links die kleine Marina Vlaska sieht nett aus, ich aber will ins Örtchen, rechts könnte man mit Wasser und Strom vor der Fischhalle liegen, der Geruch würde den meiner Wäsche zudecken, vermutlich gibts dort morgen früh auch Frischfisch, allerdings glaube ich nicht an eine Waschmaschine dort, die "Örtlichkeiten" sehen auch nicht vertrauenserweckend aus, also weiter.

Dann erreichen wir das Örtchen, das sieht bei Sonne bestimmt schnuckelig aus! Der ganze Hafen ist ACI, man kann an der Promenade liegen oder gegenüber an Stegen. Wir entscheiden uns für minimalen Weg zu Waschhaus, Laden, Waschmaschine, so parken wir direkt vor der Rezeption ein. Auf unsere Klage beim Marinero, der uns die Muring anreicht, wir hätten dieses Wetter nicht bestellt, meint dieser, wir sollten den Ball flach halten - morgen gäbs Schnee...

Unsere Finanzministerin löst uns auch gleich wieder aus, 550 Kuna, das scheint allgemein der Oktobertarif zu sein. Und sie kommt mit einer schlechten Nachricht: keine Waschmaschine...

Die Mädels gehen das Städtchen entdecken, Richard und ich genießen zunächst den Blick auf die recht hübsche Marina und das etwas sterile Restaurant vor unserem Boot. Die Webcam steht etwas oberhalb der Marina, wenn man genau hinguckt kann man unseren Mast erkennen. Schließlich landen wir in der einzig noch offenen Konoba des Ortes namens Dupini, wo wir gutes und seeehr günstiges Essen bekommen (1100 Kuna komplett!), sehr empfehlenswert, rustikales Ambiente, da sie aber nur 3 Tische hat unbedingt beim Einlaufen reservieren (00385/95/396 9880)! Mit einem letzten Espresso im Hafenrestaurant beschließen wir den Tag - unter den gegebenen Bedingungen: alles richtig gemacht. Spät am Abend fallen wir in unsere Koje, um 21:30h knipst Silke das Licht aus...

I can see clearly now the rain has gone...

So trist Milna auch ist im Schnürdelregen, so pittoresk ist es im Sonnenschein. Morgens um 7 Uhr scheint Sonne vom azurblauen Himmel herein, das verspricht ein g**ler Tag zu werden! Unser Ein-Frau-Expeditionsteam (das mit dem immer noch dicken Kopf) ist schon auf Inspektionstour zum Leuchtturm via Marina Vlaska, wo es diverse Porsches, BMWs und ordentliche Duschen erkundet, da gehen wir also das nächste mal hin. Es gibt dort sogar einen 24h-Portier! Leider ist sie knapp zu spät dran um den Fischern noch etwas von ihrem nächtlichen Fang abzuschwatzen. Auch Rabea ist in der Fischfabrik erfolglos, Mist!

Unser Bimini hält dem Regen nicht stand, es ist etwas undicht. Da haben unsere Mädels kurzerhand von der Charterbasis eine Plane besorgt und gestern abend übergespannt; die ist jetzt klatschnass. Ich hänge sie zum Trocknen; das Wäschekonglomerat, das wie ein Irrgarten unter Deck gespannt ist und leider dort nicht wirklich trocknet, wird an die frische Luft gesetzt. Nun sehen wir aus wie ein fahrender Kurzwarenladen...

Es hält niemanden mehr im Bett und alsbald sitzen wir gemütlich im Cockpit, genießen die Szenerie, Milna unter blauem Himmel in der Sonne, und frühstücken. Die Duschen in der Marina sind die bis jetzt besten, auch wenn der Duschkopf zuwenig Druck hat. Zu Santiano "Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren..." werde ich genötigt, den ausgefallenen Waschtag nachzuholen, man macht mich mit Rei in der Tube bekannt, ich ziehe meine Active-T-Shirts durchs warme Wasser und das total versalzene Badetuch gleich hinterher. Nun hängen sie einträchtig am Bug und flattern im Wind.

Rabea parkt aus, dann geht es hinaus aufs blaue Wasser - soooo muß es sein!! Wir fahren zur Bucht hinaus, an teuren Häusern vorbei, in 10 Jahren wird hier wohl alles verbaut sein, biegen links zwischen die Inseln ab, lassen eine größere Fähre passieren und legen dann für die nächsten 6 Stunden Kurs 230° auf Vis an: 31sm werden es sein, wir sind fast allein auf dem Meer, soetwas sollte einem immer zu denken geben: haben wir etwas übersehen? Wissen die anderen etwas was sich zu wissen lohnt? Das Internet ist ausgefallen, erst bei Vis mag es wieder arbeiten.

Kaum Wind, und wenn dann gegenan, Sonja wirkt wieder etwas unglücklich und wird daher auf dem Kajütdach platziert, da gehts ihr bald wieder gut. Wir benennen unser Schiffchen um: MS Dicke Bertha. Nun, man kann nicht alles haben. 6 Stunden lang geht es über blaues Glitzerwasser, die Adria zeigt sich von ihrer allerbesten Seite, die Automatik steuert uns, hohes Suchtpotential. Ich stelle wieder eine Musikliste zum Thema 'segeln, sunshine, wind' zusammen und so schallt es laut übers Wasser:

Wir biegen um die Ecke von Bisevo, wenig später liegen wir ganz allein in der Porat-Bucht an der Boje. Der Rest ist wie immer: schwimmen, Abendessen (Nudeln mit Paesto), noch ein Kaffee oder ein Glas Rotwein, ein herrlicher Sonnenuntergang und schließlich eine grandiose Milchstraße. Wann sind wir im Bett? Egal, 2 Stunden später weckt mich mein Händi: die Medics...

Dienstag - oder: Männerträume

Anke schreibt: So, wir sind um sechs wach, also zumindest Arne, Silke und ich. Wir genießen den Sonnenaufgang in der Bucht. Ich bemerke kurz daß viel Wind sei und die Wolken recht schnell unterwegs sind, frage nach einer Planänderung. Kommentar Skipper: no, alles bleibt so.

Arne schmeißt vorne die Leine los, ich setze die Fock und Silke fährt uns aus der Bucht heraus. Groß setzen und ab in Richtung Grotte. Arne möchte uuunbedingt gucken - na gut, dann machen wir das. Um zur Grotte hinzukommen sind zwei Schläge hoch am Wind nötig. Da freut sich unser Skipper durchaus drüber. Grinsend steht er am Ruder.

Vor der Grotte stellen wir fest, daß der Eingang kaum zu sehen ist, da ordentlich Welle drauf steht. War uns ja eigentlich auch klar. Also keine Grotte heute. Dann müssen wir wohl wieder kommen. Zwischendurch haben wir schon beide Segel ordentlich gerefft. Der Wind bläst mittlerweile in Böen bis zu 22 Knoten.

Wir beschließen, in Lee von Vis zu frühstücken, die Fock in Handtuchgröße treiben wir vor uns hin. Katja und Rabea sorgen für Frühstück, ich probiere mit Richard, unsere Dicke Bertha auf Kurs zu halten. Heftige Fallböen drehen uns ab und zu über 90 Grad innerhalb von Sekunden, danach ist wieder alles ruhig. Aber man kann sie übers Wasser ganz gut herankommen sehen. Es reicht für eine Tasse Kaffee und ein Häppchen Brot.

Weiter geht's, Richard wird seinem Ruf gerecht und fängt an zu "zuppeln". Wir basteln einen neuen Holepunkt für unsere Fock, die zugegebenermaßen so deutlich besser steht. Männerträume sind manchmal so leicht zu erfüllen...

Der Wind nimmt deutlich zu. Wir haben zum Teil 27 Knoten Wind und unsere "Dicke Bertha" schafft damit 7,6 Knoten. Respekt, das hätten wir nicht gedacht. Ich übernehme das Ruder und fahre mit Halbwindkurs in Richtung Rogosnica; naja, manchmal auch eher mit achterlichem Wind. Die Wellen kommen heftig von hinten, sodaß Kurs halten eher ein Traum denn Realität ist. Wir haben 29 Meilen vor uns und genießen die Sonne, den Wind und haben Respekt vor den langen Wellen, die quasi über uns rollen. Es wird ziemlich naß.

Wieder sind wir ganz alleine auf dem Wasser. Katja und Rabea haben sich in den Kojen verkeilt, lesen und schlafen ein wenig. Zwischendurch gibt es Salzstangen und Vitamin C. Richard übernimmt die Anfahrt auf den Hafen. So langsam reicht es uns auch. In Rogosnica kommt uns der Hafenmeister entgegen und sagt uns eine Box an. Wind von achtern, perfektes Reinziehen möglich. Hier brauchen wir ordentlich Gas rückwärts. Als wir endlich sicher liegen, der Skipper will gerade aus machen, teilt uns der Marinero mit: "Sorry, aber der Hafenlieger kommt doch zurück und braucht seinen Liegeplatz, ihr müßt wieder raus." Wir staunen und naja, wir haben keine Wahl. Also Leinen los. Freundlicherweise schubst er uns mit seinem dicken Schlauchboot am Bug in die richtige Richtung. Daumen hoch, das war gut. Das nächste Anlegemanöver klappt, wir hatten es ja quasi gerade geübt. Heute haben wir uns das "Anlegebier" tatsächlich verdient.

die Rechnung für uns 7 ist unter 1000 Kuna!!
Guido kommt mit guten Nachrichten, er hat im Hafenrestaurant für alle reserviert. Komisch, das Restaurant schaukelt! Wir haben einen wunderbaren großen runden Tisch und richtig Hunger. Nach einer leckeren Fleischplatte bringen wir einen ziemlich angeschickerten Skipper zurück zum Schiff. Nach kurzem Stop an den bislang besten sanitären Anlagen sind wir alle froh, am Boot zurück zu sein. Richard und ich montieren noch die Go Pro ab, wir hatten heute bei unserer Abenteuerfahrt ein bisschen was gefilmt, für lange Winterabende. So nach dem Motto: Kaminfeuer im Fernsehen mal in blau und etwas schaukelnd.

Arne wünscht sich noch einen Kaffee, nicht daß der gleich einen Herzinfarkt bekommt! Ich checke noch mal alle Leinen und bin froh daß wir so fest liegen. Der Wind pfeift immer noch ordentlich. Ich denke, ich kann heute Nacht ziemlich gut schlafen. Gut daß wir nicht in einer Bucht liegen, sonst wäre das durchaus anders. Für morgen ist einiges an Wind angesagt. Vermutlich haben wir so die Gelegenheit, uns die Marina Frapa genauer anzusehen...

Rogosnica: da drüben wirds heller...

Hui, das ist aber pustig hier. Der Flughafen Split meldet 6, in Böen 8Bft (und übrigens 20,0 Grad Wassertemperatur), die Fallen singen. Und die Prognose ist: Hafentag. Die Mädels erkunden die Gegend, haben eine Einkaufsliste und Rucksäcke dabei, ich sitze mit Silke zusammen an Bord und höre dem Wind zu. Wir liegen am ersten Steg auf der Innenseite. Auf der anderen Stegseite brandet das Wasser, die dort liegenden Yachten tanzen im Schwell. Der Marinero wollte uns urspünglich am Gästesteg längsseits: Vergiss es! Da wäre ich eher an die Dorfpromenade gegangen. Es bläst zwar etwas ins Cockpit, aber der Wind ist warm.

Die Duschen sind tatsächlich eine Offenbarung: warm und mit Druck - g**l!! Die Rezeptionistin lehnt die Verantwortung fürs Wetter ab: "Ups!" Die Busstation sei an der Landstraße, das sei einiges zu laufen, da könne man eher mit dem Taxi nach Sibenik fahren, die Lust der Crew darauf scheint mir aber eher begrenzt (Gudio&Familie machen später auch die Erfahrung: Die Busstation ist tatsächlich weit zu laufen und Sibenik im Regen lohnt auch nicht). Der Plan ist also hierzubleiben, morgen früh auszuchecken (um nicht um 14h zwangseingecheckt zu werden) und Mittags zu entscheiden, ob wir nach Maslinica gehen oder eine dritte Nacht bleiben. Freitag solls dann sonnig werden und einwenig Rückenwind geben.

Was ist Yachtsegeln? Windstärke 5, Krängung, surfen auf der Welle. Am-Wind-Kurs, rauf, krachend hinunter. Raumschot, das Gieren des Bootes wenn unter ihm die Welle durchläuft, Übelkeit, kotzen. Flaute, absolute Flaute, im Nebel, in gleissender Sonne, im glitzernden Licht, in der Dunkelheit. Regen, durchdringender Fisselregen, der bis in die Unterhose zu kriechen scheint. Kälte, klamme Finger, nasse Finger. Hitze, brennende Hitze, die Sonne spüren, die einem die Haut verbrennt. Alle Hände voll zu tun, an dieser oder jener Leine reißen, schlagendes Segeltuch bändigen. Nichtstun, absolutes Nichtstun. Schlafen. Warten. Nochmal Warten. Auf irgendwas warten was nicht kommt. Oder eben wie heute: Lesen, die Zeit vergessen, den e-book-reader leerlesen. Zwischendurch essen, trinken, dann wieder: Nixtun. Hin und wieder aufs Klo, und dann wieder: von vorne... Meine Güte, und dafür bezahlen die Leute auch noch Geld...

Die Mädels sind von ihrer Erkundungs- und Einkaufstour zurück, zeitweise heult es ums Boot, dann wieder nix, manchmal gibts Regen, dann wieder: nix. Es hat deutlich abgeflaut, aber schön ist anders. Wir verdrücken das Spinat-Bürek, ich surfe im Internet, Katja schläft, Anke und Rabea saugen Buchstaben auf und Silke spielt. Richard habe ich schon des längeren nicht mehr gesehen. Draußen ist es grauingrau, keiner hat Lust auf eine Bustour nach Sibenik, auf Segeln, auf irgendwas. Die Probleme dieser Welt? Weit weg. Ach ja, essen wir nun im Antonios oder machen wir selbst was? Nichtmal entscheiden wollen wir. Bloß nicht bewegen. Kann jemand mal den Typen abstellen, der mit seinen Tippgeräuschen alle stört??

Und dann Anke: Das Antonios hat zu.
Nichtmal diese Entscheidung können wir fällen. Boa, das muß Urlaub sein...

Der running-Gag des Tages ist eindeutig: "Es hat abgeflaut" und "Da drüben wirds heller." Der Jugo bläst aus Süd und bringt Wärme, 21 Grad Luft, 20 Grad Wasser (in Deutschland hats im Westerwald geschneit!), rasende dunkle Wolken, viel Wind und Gewitter. Anke, Silke, Sonja und ich machen uns auf die Söckchen, umrunden die Bucht, klettern zur Kirche rauf. Einige Konobas haben auf und warten auf Kundschaft, kommt aber keine. Auch das Antonios. Wir essen auf dem Boot. Vom Hafenmeisterturm aus hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Landschaft, wir zählen die Blitze am Horizont, das Blitzradar zeigt eine Front quer über die Adria, die langsam südlich zieht. Das Lichtspektakel ist schon beeindruckend, ich denke, wir kriegen alsbald etwas davon ab.

Wow, die Kroaten lassen sich für ihre Touristen echt was einfallen, hier bekommt man etwas für sein Geld geboten: 1 Stunde Entladungen im Sekundentakt, man könnte Zeitung lesen, zwischendurch regnet und bläst es auch mal, aber die Gewitterfront, die über uns quer hinwegzieht, veranstaltet eine wirklich beeindruckende Lichtshow. Zwischendurch krachts auch mal hier irgendwo in der Bucht. Wir sind uns einig: da will man nicht draußen sein.

Und zum Schluß: wie kann man an einem Tag, an dem überhaupt rein gar nichts passiert ist, so einen langen Blogeintrag produzieren? Vorschlag: Wir nehmen diesen Eintrag auch gleich für morgen, es sieht nicht so aus als würde das Programm für morgen ein anderes als das heutige...

heute: siehe gestern

Anke schreibt: Als ich wach werde gucke ich erstmal nach dem Wetter, wie immer in den letzten Tagen. Das Gewitter ist tatsächlich abgezogen, dunkle Wolken rasen immernoch in die gleiche Richtung. Die positive Nachricht ist: es ist trocken, vorläufig. Im Boot rührt sich noch keiner, ich versuche möglichst leise die Sugar Daddy zu verlassen um Brot und eventuell Fisch zu besorgen. Leider bin ich wieder etwas zu spät, um kurz nach sieben sind alle Fischer entladen und der Fischmarkt ist anscheinend geschlossen. Frisches Brot bekomme ich aber. In Rogoznica muss man ein kleines Stück um die Bucht laufen um ins Städtchen zu kommen, sodaß ich erst nach etwa einer Stunde wieder am Boot bin. Silke und Arne sind wach. Ein kleiner Schauer und immer wieder die Hoffnung daß es abflaut.

Wir beschließen, erstmal auszuchecken um uns offen zu halten doch noch abzulegen. Einzige sinnvolle Möglichkeit wäre Maslinica, leider zu viel Wind gegenan und direkter Weg 17 Meilen. Unsere Ferienwohnung mag nicht gerne hoch am Wind segeln, sodaß wir vermutlich nicht mehr im hellen ankommen würden. Arne schlägt vor, ein kleine Runde einfach so rauszufahren. Irgendwie sind wir dafür aber zu faul. Katja und Rabea checken uns also an der Rezeption wieder ein. Wir waren heute für ca. 10 Minuten ausgecheckt...

Sonja und Silke gehen eine kleine Runde. Der Rest bleibt auf dem Boot. Ich komme endlich dazu, das Ende von meinem spannenden Krimi zu lesen und genieße die Ruhe.

Gegen 15.00 Uhr packt es Richard, Arne und mich dann doch. Wir schlendern durch den Hafen, bewundern den Eigner einer HR 64, der fleißig sein Boot für den Winter fertig macht, und beschließen, den Natursee Dragons Eye kurz zu erkunden. Kurz? Naja, ich schlage vor nachzusehen, wo denn der Weg hinführt. Gesagt getan, wir gehen auf Entdeckungsreise und stellen fest, er führt uns auf den Berg rauf. Ich will bis nach ganz oben, ist ja klar. Wir genießen den Blick in die Bucht und bewundern die Marina Frapa von oben. Auf der anderen Seite des Berges liegen Steine so aufgereiht, dass man es vielleicht als Weg definieren könnte. Frei nach dem Motto "runter geht's immer" klettern wir also querfeldein, über Stock und Stein. Arne fragt, ob das denn wohl vernünftig sei - kam bei Richard und mir aber irgendwie nicht an...

Schließlich landen wir in einer pitoresken Bucht und geniessen dort den Blick auf das türkise und bewegte Meer, stellen fest, daß sich die Sonne langsam durchsetzt. Ob wohl schon irgendwer mal vor uns hier war? Wir finden viele Steinmännchen, muß also wohl. Wir kommen an einem "explodierten" Baum vorbei, das Holz, das meterweit verstreut ist, ist ganz frisch. Hier ist gestern offenbar der Blitz eingeschlagen und hat das Wasser im Holz so erhitzt, daß es die Borke abgesprengt hat. Man sieht keine Brandspuren, aber die herumliegenden Splitter sprechen eine eindeutige Sprache.

Dann stehen wir an der gestern von Katja so getauften "Leuchtdose" am Kapellchen an der Spitze der Halbinsel. Die Idee, noch ein paar Meter zu segeln, treibt uns zum Boot zurück. Ablegen und segeln in den Sonnenuntergang geht fix, eine ziemlich gute Idee von unserem Skipper. Beim Anlegemanöver lernen wir dann alle Tücken des Vertreibens und der Murings kennen. Ich für mich beschließe, daß ich die konservative niederländische Variante mit Pfählen bevorzuge, da kann man wenigstens 100 Prozent sehen wenn der Pfahl im Weg ist. Wichtig ist: wir produzieren keinen Schaden an Murings oder fremden Schiffen und legen in der Dämmerung wieder in unsere Box an.

Guido wartet schon mit seiner Familie auf uns, er hat Hunger, nicht nur er. Wir laufen ins Dorf und bekommen bei San Marco sehr leckeres Essen. Auch das letzte Hindernis, der Chef des Hauses wollte uns Fleisch- anstelle von Fischplatten auftischen, nehmen wir gelassen und warten artig bis der Fisch fertig ist - es lohnt sich. Zum Abschluss gibt es Grappa, vorsichtig weisen wir unseren Skipper auf seinen Zustand nach dem letzten kleinen Rumtopf vorgestern hin - wir wollen schließlich morgen bei Sonnenaufgang ablegen...

Freitag: endlich Sonne, aber kein Wind

oder: "you are a legend!"

Anke schreibt: Kirchenglocken - sechs Uhr frage ich mich? Die letzten Tage haben wir durch Sturm, Regen und Gewitter keine Glocken gehört. Ich drehe mich nochmal um, denke kurz darüber nach, daß es die vorletzte Nacht ist und stelle fest, daß ich mich an meine kleine Koje sehr gewöhnt habe. Um 6.25 Uhr geht mein Wecker. Ich erwarte den Marinero, der uns unserer Bordpapiere bringen soll. Wir haben zwar gestern schon bezahlt, aber unsere Papiere wollte man uns noch nicht geben. Keine Ahnung warum. In allen anderen Häfen haben wir das so gemacht.

Arne steckt um 6:29h seinen Kopf in die Plicht und fragt, ob der Marinero schon in Sicht sei. Ich schüttel mit dem Kopf und sage scherzhaft: "dem reiße ich den Kopf ab wenn das nicht klappt." Um 6.32h kommt langsam aber sicher der Chefmarinero über den Steg gewandelt. Respekt, ich tausche "die gelbe Nummer 11" gegen unser Bordbuch und bedanke mich artig, dann können wir also auslaufen. Der Wetterbericht stimmt ausnahmsweise, es ist kein Wind, aber dafür stahlblauer Himmel. Das Wasser ist ruhig geworden, ich denke: heute wird ein letzter schöner Tag werden. Plan ist, daß wir in die Bucht fahren, in der wir an unserem ersten Tag lagen (auf Drvenik Mali). Ein letztes Mal in der Adria baden und dann ab nach hause.

Wir motoren also, ich brauche dringend Frühstück. Die Wellen sind noch recht groß und nach zwei Hafentagen macht sich bei mir mal wieder ein mulmiges Gefühl im Bauch breit. Nach dem Frühstück geht es schon besser, kurz werden wir von einem Schwarm Möwen abgelenkt, vermutlich jagen da Tümmler unter Wasser. Schade, es ist keiner zu sehen.

In der Bucht ankern wir und freuen uns auf einen letzten sonnigen Urlaubstag. Unser Begleitboot legt sich zu uns ins Päckchen. Arne kocht aus den Resten ein Mittagessen, wir gehen schwimmen und genießen einfach die Sonne und die Ruhe. Es ist noch ein bisschen Testosteron um uns herum zu sehen, die mit ihren Schiffen Unfug treiben und Menschen und Fender bei viel zu viel Knoten hinter sich her ziehen. Nunja, wenns Spaß macht...

Gegen 15.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg nach Trogir. Arne dreht seine Musik auf. Das kenne wir schon, das ganze Boot wackelt und am Strand gucken die Leute komisch. Ach Arne, sorry, aber dafür ist die Anlage nicht laut genug, da muss ich Dich enttäuschen. Aber schön wars trotzdem.

Der Basemanager, das hatte man uns angesagt, ist heute nicht da. Aber auf Nachfrage per email bei Vanja soll es Tank- und Parkservice geben. Doch als wir am Steg vor dem Office ankommen heisst es: "Nicht getankt, dann bitte hinten anstellen." Diesmal also keine Tankshow? Hm, kurzfristig würde ich gerne die Gedanken des Skippers lesen können, man sieht förmlich wie es hinter der Stirn ordentlich arbeitet. Ein Katamaran besetzt den Anleger und eine ansehnliche Schlange von Booten wartet, daß sie an der Reihe sind. Keiner traut sich an den zweiten Zapfschlauch, vermutlich wissen die auch nicht, daß es einen weiteren dort gibt. Arne kennt die halsbrecherischen Manöver der Basemanagers - und er wird ja wohl nicht...

Er grinst und leider haben wir das alles was jetzt kommt nicht auf Video. Richard und ich warnen vor dem Katamaran, vor den Murings. Wir werden ignoriert, ok, die Entscheidung ist wohl getroffen. Ausnahmsweise kein Pfeifen beim Anlegen an der Tankstelle, ein wenig nervös ist er dann wohl doch. Ich drehe schon mal den Deckel ab, Danijel steht an der Tanke, sieht uns und - tja, was soll ich sagen, wir tanken schön in zweiter Reihe und legen vor dem Katamaran wieder ab. Das Ganze hat (weil wir etwas mehr gemotort sind, 250 Kuna diesmal) eine knappe Minute gedauert, kein Wind, langsam rückwärts rangefahren, mit dem Bugstrahl etwas korrigiert, liegen wir 90° zum Tankstellenanleger, nur an der Achterleine aufgehängt, hat hingehauen :-)
DAS entschädigt für die etwas mißratene Aktion gestern abend.

In der Box wird Arne von seinem Freund mit "you are a legend" begrüßt und schwebt erstmal im siebten Himmel. Es sei ihm gegönnt, denn das Manöver war schön mit anzusehen. Wir freuen uns auf den Anleger - das Bier haben wir uns doch heute wirklich verdient, oder?

Daß wir noch einen Aschenbecher versenken ist nicht wirklich erwähnenswert. Auch die beiden Weingläser, die bei den 27 Knoten Wind dann doch kaputt gingen, spielen keine Rolle. Es ist immer noch schönstes Wetter und wir machen Trogir jetzt mal ohne Regen unsicher. Ich bin gespannt. Richard, Katja und ich laufen zum Camerlengo, leider ist die Tür zu. Naja, dann geht's halt weiter in die Altstadt. Zum ersten Mal sehen wir Trogir in der Sonne, ohne Regen und Sturzbäche in den kleinen Gassen. Neben jeder Menge Touristenshops entdecken wir doch tatsächlich in dieser christlich-konservativen Altstadt einen Shop wo man Schinkenbeutelchen in Elefantenrüsselform kaufen kann - Richard und ich grinsen uns an, das wird erstmal dem Skipper erzählt. Zum Glück läuten heute die Glocken nicht wieder Sturm und es gibt auch keine Prozession. Wir gehen zurück zum Boot und gleich gibt's Essen, ein letztes Mal Fisch- oder Fleischplatte. Vielleicht sogar das versprochene Eis von letzter Woche Samstag, welches da buchstäblich ins Wasser gefallen ist.

Wir landen zusammen mit Putkamers wieder im Tragos, einer kleinen Konoba mitten in der Altstadt, in der wir schon am ersten Abend der ersten Woche waren. Und zum Schluss gibt es tatsächlich noch das versprochene Eis, hmmm...

und nochmal: alles richtig gemacht

Wir beide sitzen im Schatten, in einer Nebenstraße, ein kleiner Platz. Ein Bitter Lemon und ein Capucciono (25 Kuna!), wir genießen den Schatten, die vorbei flanierenden Touristen. Eine Sportsbar, irgendwo in Split. Gerade haben wir Silke, Sonja, Rabea&Richard am Staatstheater bei Miro abgegeben, da sind sie davon gefahren. Vorher haben wir Split erkundet, den Diocletian-Palast, die Riviera, haben ein letztes Bürek verdrückt, in der Sonne, am Wasser, schöööön. Ich möchte hier nicht im Sommer sein, nicht nur der vielen Touristen wegen, sondern wegen der Hitze. Jetzt, im Oktober, ists hier sehr schön, tiefblauer Himmel, weiße Häuser, viel Geschichte, sehr angenehme Temperatur - zuhause erwarten uns 7 Grad, brrrr...

kleiner Film: Split

Heute morgen hats geregnet, wie jeden Abreisetag bislang. Tradition ist halt Tradition. Für 10h hab ich Miro bestellt, um 7h wird Kaffee gemacht, gestern Abend gabs schon die Übergabe, ich wandere noch kurz zu Vanja rüber und beschwere mich weil sie gestern abend nicht wie versprochen mit uns essen war. 50 € muß ich noch da lassen weil Lutz in der ersten Woche deutlich mehr als 1GB gezogen hat. 1GB ist frei, der Rest kostet. Nunja, das wird uns auch nicht mehr umbringen. Das Boot ist abgetaucht, die Aktion in Rogosnica hat einwenig den Bewuchs entfernt (der Schaden am Ego des Skippers ist größer),
insofern: Gute Reise und bis zur nächsten Saison!

Punkt 9:55 sind wir aus dem Boot (wir dürfen diesmal überziehen, da es nicht weiter vermietet ist), haben die verbliebenen Bierdosen auf ein Boot voller Russen transferiert (oder Slowenen? Polen? Ich weiß nicht, ist ja auch egal), der alten Frau am Hafen unser Leergut und unsere Essensüberbleibsel gesponsort, Berge von Müll zum Container getragen. In drei Wochen kommt ganz schön was zusammen. Ich stopfe meine Tasche, wie hab ich das bloß alles herbekommen? Miro ist absolut pünktlich, wir quetschen unsere Habseligkeiten in sein Auto (ein 5-Sitzer), dann fahren sie zum Flughafen (150 Kuna), Sonja und ich bleiben zurück, schlendern rüber in die Altstadt und gönnen uns noch ein letztes Eis. Miro holt uns am Busterminal ab, er habe heute keine Lust auf Arbeit, insofern erledige er nur die Aufträge, die er schon habe. Uns fährt er offenbar gerne, und umsonst.

Obwohl wir erst abends fliegen können Katja und ich die Koffer aufgeben, bei Condor geht das, bei Germanwings erst 2 Stunden vor dem Flug. Anke, die Mittags nach Ddorf fliegt, muß ebenso warten wie die Puttkamers, die auch zu früh da sind. So verabschieden wir uns tränenreich voneinander, schön wars. Silke, Sonja und die Tussings laden ihren Kram also wieder bei Miro ins Auto, der uns nach Split bringt. Das ist doch ganz schön weit (30min, 250 Kuna), wir fahren an Salona vorbei, der römischen Ausgrabungsstätte, am römischen Aquädukt bis in die Altstadt; er passt auf die Koffer auf und holt die 4 pünktlich um 14 Uhr wieder ab wo er uns abgeladen hat, das klappt super!

Die Sonne ist raus. Split im Herbst, in der Sonne, im Warmen. So muß es sein! Wir schlendern die Einkaufsstraße zur Riviera runter, vor uns das blaue Wasser der Bucht, über uns ein stahlblauer Himmel, eigentlich ein idealer Tag für eine Fahrt zur Grotte... Dann biegen wir links ab, ich besorge Stadtpläne am Tourist-Office, dann wieder links in die Katakomben des Diocletian-Palasts, wo ich Katja einen kitschigen Küchenmagnet als Erinnerung kaufe. Silke verschwindet in der Kirche, wir klettern durch die Höfe, lauschen einwenig den Fremdenführern und 5 Tenören, die in einem Durchgang ein kleines Konzert geben, bestaunen die alten Gemäuer: wenn die erzählen könnten... Als wir Silke wieder eingefangen haben schlendern wir rüber zum Obst&Gemüsemarkt, zurück zur Promenade, wo wir uns in die Sonne setzen und natürlich wieder Bürek vernichten.

Was für ein schöner Ausklang dieses Urlaubs! Auch ich kann endlich entspannen, denn als Reiseleitung und Skipper bin ich immer etwas angespannt - ja, ich weiß, müßte ich nicht sein, aber ich bins nunmal. Da steht mir mein eigener Anspruch, mein Ehrgeiz im Weg - aber was solls, ich habs mir ja so ausgesucht und bin jetzt glücklich, daß ich aus allen Tagen das Beste rausgeholt habe was es rauszuholen gab, mehr war einfach nicht drin. Abgesehen von den Steinchen in Rogosnica hat alles geklappt wies sollte, alle Pläne sind aufgegangen, keine Schäden, keine Verletzungen - allein die Tatsache, daß Miro aufs Gepäck aufpasst und wir so die Hände für den Tag in Split frei haben, sichert ihm ein großzügiges Trinkgeld. Und vier Fahrten. Und uns ne Menge Wohlfühlpunkte. Klar, man könnte auch Bus fahren, aber sooo ists natürlich perfekt.

So sitze ich also hier im Schatten, in einem Cafe etwas abseits der Touristenlaufbahnen (Klaiceva Poljana 1), bestelle mir einen zweiten Capuccino, während Katja mir gegenüber eingenickt ist. Im Hafen tutets dreimal. Schade, daß man Wohlfühlpunkte nicht speichern kann - na vielleicht doch: mit Fotos und einem Blog. Heute abend gegen 18:30h wird uns Miro am Staatstheater aufnehmen und sicherlich rechtzeitig am Flughafen abladen - Boarding ist um 20:30, Abflug um 21 Uhr. Dann werden die anderen schon die erste Wäsche im Trockner haben. Was für ein Kontrast, keine 2h von zuhause entfernt, ein paar hundert Euros, und schon ist man in einer komplett anderen Welt. Und ohne Internet, das ich nicht mehr missen möchte, würde man auch nichts mitkriegen was draußen in der Welt so los ist. Vielleicht ist es der Mix zwischen Ursprünglichkeit und technischen Annehmlichkeiten, etwas Abenteuer und einer Menge Sicherheit, die so einen Törn so angenehm und erholsam machen.

So sei also zum Schluß Ms Vanja zitiert:
Gute Reise und bis zur nächsten Saison!

PS:

Ich möchte noch schnell ein Danke loswerden: an alle, die diesen Törn überhaupt erst möglich gemacht haben. An alle, die Kaffee gemacht, gespült, abgewaschen, Wasser getankt, Hafengebühren bezahlt, eingekauft und gebraten haben. An alle, die Fotos gemacht haben und an Anke für ihre Blogeinträge. An alle, die diesen Törn so unkompliziert gemacht haben auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat. Für Eure Geduld wenn der Skipper mal wieder zu wortkarg war, oder auch mal etwas zu deutlich, sorry. An Vanja, Ivica und das Team für ihre gute Laune und Großzügigkeit. An Guido und seine Familie für manche frohe Stunde zusammen. An Heinz-Günter, der mich hierher geschleppt hat. An Miro, der den Transport so unkompliziert, freundlich und vor allem pünktlich übernommen hat. Hab ich wen vergessen? An alle, die mit dabei waren und den Törn zu dem gemacht haben was er wirklich war: ein wunderbarer Urlaub.
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